Ziegelsteinprojekt der Anne-Frank-Schule

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Die Idee zu einem Erinnerungsprojekt entstand im Schuljahr 2011/2012 im Rahmen eines friedenspolitischen Seminars im Saterland. Eingeladen hatte die Bildungsregion Emsland sowie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Der Bildungsreferent des VdK, Marco Wingert, erläuterte anhand vorhandener Überlegungen den Weg zu einem projektorientiertem Unterricht zum Thema Erinnerungskultur am Beispiel der sowjetischen Kriegsgefangenen in deutschem Gewahrsam. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs waren im  Straf- und Gefangenenlager Emsland überwiegend sowjetische Gefangene inhaftiert. Wegen der miserablen Haftbedingungen starben viele von ihnen bereits nach wenigen Monaten. In Versen und Groß Fullen liegen die Toten in anonymen Massengräbern. Das sollte sich ändern. Ziel ist es den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft in besonderer Weise zu gedenken und für möglichst viele von ihnen einen Ort des Gedenkens zu erschaffen.

Zusammen mit Herrn Keetz und Herrn Menke machten sich die Schülerinnen und Schüler unserer Schule ans Werk: Anhand der Personalkarten der Kriegsgefangenen ließen sich wichtige Angaben zur Person finden (u.a. Name, Geburtstag und –ort, Truppenteil, Gefangennahme, Bestrafungen). Nach der Namensrecherche erfolgte im nächsten Schritt die Anfertigung der Namenziegel. Aufgehängt wurden die Tafeln an der Gedenkstätte in Fullen.