Unser „Ziegelstein-Projekt“

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Meppen. Tot ist nur, wer vergessen wird, sagt Emmanuel Kant. Aber was ist, wenn man namenlos fern der Heimat beerdigt wurde, begraben in einem Massengrab der Emslandlager für sowjetische Kriegsgefangene? 40 Schüler der Meppener Anne-Frank Schule haben diese Frage für sich beantwortet und 88 Toten ihren Namen und damit einen Teil ihrer Würde zurückgegeben.

Ganz genau weiß man bis heute nicht wieviele Menschen in diesem Massengrab liegen, und nur von 133 dieser 1500 wusste man bisher die Namen.

40 Schüler der Anne-Frank-Schule in Meppen haben das geändert. Im Rahmen unserer Wahlpflichtkurse Geschichte haben sie sich zusammen mit ihren Lehrern Herrn Keetz und Herrn Menke über einen langen Zeitraum mit der Geschichte des Emslandes und den namenlosen Toten beschäftigt.

Unterstützt von der Gedenkstätte Esterwegen und ihren Lehrern, haben die Neuntklässler 88 Namen dem Vergessen entrissen und sie in Tonziegel gebrannt. Schüler der Berufsbildenden Schulen Meppen bauten ein Metallgestell, in dem die roten Klinker gezeigt werden.